Overwatch

von Flo, 29.05.2016

Wenn eine Firma heutzutage noch einen 6v6 Team Shooter für 40 Euro auf den Markt werden darf, dann doch wohl Blizzard, nicht wahr? Zugegeben war ich äußerst skeptisch ob man angesichts der free-to-play Welle (Hallo, Team Fortress 2) hier noch mal Akzente setzen kann oder gar den Battlefields & Call of Duties dieser Welt Paroli bietet. Nun, man kann und man tut es.

Nur, dass wir einmal darüber gesprochen haben: Overwatch bietet keinerlei Einzelspieler-Komponenten. Abgesehen von Training oder Matches gegen die KI geht es direkt zusammen gegen die ganze Welt.

Was also zeichnet Blizzards ersten Shooter überhaupt aus? Meiner Meinung nach in erster Linie ein äußerst durchdachtes & sorgfältig balanciertes Spieldesign, das sowohl dem Shooter Neuling als auch dem Quake Spieler der 90er etwas bietet. Die insgesamt 21 spielbaren Figuren sind dermaßen sorgfältig ausbalanciert worden, dass es keine Allheilmittel in einem Match gibt. Im Verlauf eines Matches kann es kriegsentscheidend sein, zum richtigen Zeitpunkt die Figur zu wechseln, weil der Gegner seine Taktik umstellt.

So einsteigerfreundlich Blizzard das Spiel auch konzipiert hat, es gelten die bekannten Regeln der Online Shooter: Spielt dein Team nicht mit, wirst du wenig Spaß haben. Gerade aber bei Overwatch ist es unglaublich schön, wenn eine Strategie dann funktioniert.

Insgesamt sehe ich Overwatch als großen Erfolg für Blizzard. Die Qualität der Produktion stimmt, in-Game-Käufe verunreinigen das Gameplay nicht (abgesehen von rein kosmetischem Firlefanz) und Langeweile ist bisher nicht in Sicht. Ich gehe davon aus, dass man hier wie üblich eine Plattform analog zu anderen Titeln des Studios geschaffen hat, die in den nächsten Jahren noch stetig Content bekommen wird.

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